Worum geht es?
Seit vielen Monaten sind die Auswirkungen der Fifa-WM in allen drei mexikanischen Städten, in denen ab dem 11. Juni ein Teil der Spiele ausgetragen werden, spürbar.
Gentrifizierungsprozesse, steigende Preise, Druck auf grundlegende Versorgungsleistungen wie die Wasserversorgung und den Verkehr haben in den vergangenen Wochen und Monaten Proteste ausgelöst. Diese sozialen Bewegungen, zu denen auch die Bewegung der „Buscadoras“ gehört, der Menschen, die nach ihren gewaltsam verschwundenen Angehörigen suchen, werden während der Weltmeisterschaft nicht verschwinden. Im Gegenteil: Sie könnten sich noch verstärken. Unklar ist noch, wie die Reaktion der Behörden auf die angekündigten Demonstrationen ausfallen wird. Wird das Demonstrationsrecht eingeschränkt? Der Protest mundtot gemacht?
Auch die Betroffenen von den Gentrifizierungsprozessen: die Enteigneten, Vertriebenen oder Opfer der kurzfristigen Kündigungen zugunsten von AirB&B-Vermietungsmodellen, werden lautstark auf ihre Situation aufmerksam machen.
Der Schwerpunkt unserer Zoom-Veranstaltung am 21. Mai ist Mexiko-Stadt, in der am 11. Juni das WM Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika stattfinden wird.
Die Veranstaltung wird durchgeführt mit Dr. Vicente Moctezuma-Mendoza, Dozent an der UNAM und Autor des Buches „El Desvanecimiento de lo Popular – Gentrificación en el Centro de la Ciudad de México“.
Anmeldung: unter info@zapapres.de