„Live aus Santa Marta“: Online-Briefing von der 1. Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

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Montag27.4.202614:00 Uhr
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) Forum Umwelt und Entwicklung Global Policy Forum Europe
Ort: Online
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Quelle: Canva

 

Worum geht's?

 

Der Iran-Krieg hält die Welt in Atem und verdeutlicht einmal mehr die enorme Abhängigkeit von Öl und Gas. Schon lange wissen wir: fossile Brennstoffe sind ein wesentlicher Treiber der Klimakrise. Es erfordert dringend ein Umdenken: den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und den Wechsel hin zu nachhaltigen Alternativen.

 

Im Pariser Klimaabkommen haben die Staaten der Welt beschlossen, spätestens in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität zu erreichen. Das Abkommen strebt an, den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu begrenzen. Um dieses Ziel überhaupt noch erreichen zu können, ist aus wissenschaftlicher Sicht schon deutlich vor dem Jahr 2050 eine deutliche Verringerung der Treibhausgasemissionen durch fossile Brennstoffe notwendig.

 

Vor diesem Hintergrund richten Kolumbien und die Niederlande vom 24. bis 29. April 2026 in der kolumbianischen Stadt Santa Marta die 1. Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (First Conference on Transitioning Away from Fossil Fuels) aus. Die internationale Konferenz bringt Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, von Städten und lokalen Gemeinschaften sowie Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zusammen, um über Pläne für einen gerechten und geordneten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beraten.

 

Auch wenn die Konferenz in Kolumbien kein UN-Mandat besitzt, so hat sie doch große Bedeutung für die multilaterale Zusammenarbeit innerhalb der Vereinten Nationen ? unter anderem deshalb, weil die Konferenz anstrebt, einen internationalen Prozess in Gang zu setzen, um einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu ermöglichen.

 

Wie kann ein solcher internationaler Prozess zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen aussehen? Welche Länder gehen hier mit welchen Ideen voran? Wie kann die Abkehr von fossilen Energieträgern sozial, gerecht und im Sinne der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) so gestaltet werden, dass er im Einklang steht mit dem Ziel, allen Menschen Zugang zu bezahlbarer Energie zu gewährleisten (SDG7)? Und welche neuen sicherheitspolitischen Perspektiven bringt die geopolitische Lage in die Diskussion ein?

 

Bei unserem Online-Briefing berichten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz live aus Santa Marta. Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner sind:

 

*   Lili Fuhr, Fossil Economy Program Director, CIEL
*   Evelyn Hartig, Büroleiterin in Kolumbien, Heinrich-Böll-Stiftung
*   Fentje Jacobsen, Senior Policy Advisor Climate and Energy, WWF
*   Madeleine Alisa Wörner, Referentin für internationale Klima- und Energiepolitik, Misereor
*   Mariana Santos, World?s Youth for Climate Justice (WY4CJ) (auf Englisch)
*   Juana Corral, Koordinatorin, kolko - Menschenrechte für Kolumbien (tbc)
*   Vertretung des Bundesumweltministeriums (angefragt)

*   Moderation: Marie-Luise Abshagen, stellvertretende Leitung, Forum Umwelt und Entwicklung

 

ANMELDUNG
Bitte melden Sie sich hier für die Veranstaltung an https://dgvn.de/anmeldung/live-aus-santa-marta. Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden Ihnen nach der Anmeldung per E-Mail zugesendet.